Stand: 1. November 2026 · Praxistest
Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Plattform „UGCHub“ unter ugchub.de (im Folgenden „Plattform“), betrieben von Filippos Kagkiouzis, Würzburger Straße 2, 60385 Frankfurt am Main, Deutschland (im Folgenden „UGCHub“).
- Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB: an Unternehmen, die Videoinhalte beauftragen („Marken“), und an Personen, die solche Inhalte gewerblich oder freiberuflich erstellen („Creator“). Mit der Registrierung bestätigen Nutzer, als Unternehmer zu handeln.
- Abweichende Bedingungen der Nutzer gelten nur, wenn UGCHub ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Leistungen von UGCHub
- UGCHub stellt eine Online-Plattform bereit, auf der Marken Creator finden, Aufträge ausschreiben oder direkt anfragen und Aufträge abwickeln können: Briefing, Produktversand, Nachrichten, Video-Lieferung, Korrektur, Abnahme, Lizenznachweis und gegenseitige Bewertung.
- Verträge über die Erstellung von Videos („Aufträge“) kommen ausschließlich zwischen Marke und Creator zustande. UGCHub vermittelt und stellt die Plattform bereit, wird aber nicht Vertragspartei dieser Aufträge und schuldet weder die Erstellung noch einen bestimmten Erfolg der Videos.
- UGCHub kann die Plattform weiterentwickeln, solange die vertraglich vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben.
§ 3 Registrierung, Konto und Prüfung
- Für die Nutzung ist ein Konto nötig. Die Angaben bei der Registrierung müssen wahr und vollständig sein. Zugangsdaten sind geheim zu halten; Nutzer haften für Handlungen über ihr Konto, soweit sie diese zu vertreten haben.
- Creator-Profile sind erst öffentlich sichtbar, wenn der Creator sie veröffentlicht und UGCHub sie geprüft hat. Die Prüfung umfasst Bild, Ton, verständliche Botschaft und geklärte Rechte der Portfolio-Videos. Sie ist kostenlos. Ändert ein Creator Name, Handle, Beschreibung oder Videos, kann die Freigabe erneut geprüft werden.
- Ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht. Abgelehnte Creator erhalten eine Begründung und können erneut einreichen.
§ 4 Praxistest
Solange die Plattform als „Praxistest“ gekennzeichnet ist, werden über UGCHub keine Zahlungen abgewickelt. Honorare, Servicegebühren und Lizenzaufpreise werden angezeigt, aber nicht eingezogen. Ob und wie Marke und Creator in dieser Phase Zahlungen außerhalb der Plattform vereinbaren, liegt bei ihnen. Führt UGCHub eine Zahlungsabwicklung ein, werden diese AGB nach § 14 ergänzt.
§ 5 Zustandekommen von Aufträgen, Preise
- Ein Auftrag entsteht auf zwei Wegen: (a) Direktanfrage: Die Marke sendet eine Anfrage mit Briefing, Lizenz und Lieferzeit zum angezeigten Festpreis; der Auftrag kommt zustande, wenn der Creator annimmt. (b) Ausschreibung: Creator bewerben sich mit eigenem Honorar; der Auftrag kommt zustande, wenn die Marke eine Bewerbung annimmt und der Creator den Auftrag bestätigt.
- Vor jeder Anfrage stehen fest: Honorar des Creators, Lizenzaufpreis, Servicegebühr und Gesamtpreis. Das Honorar und die Lizenzaufpreise legt der Creator selbst fest. UGCHub kürzt das Honorar nicht.
- Die Servicegebühr von UGCHub beträgt 20 % des Honorars und wird von der Marke zusätzlich gezahlt. Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, soweit sie anfällt.
- Vor der Annahme kann jede Seite die Anfrage absagen. Nach der Annahme ist der Auftrag verbindlich.
§ 6 Briefing, Produktversand und Lieferfrist
- Die Marke beschreibt im Briefing Produkt, Zielgruppe, Kernbotschaft, Ablauf, Format und Inhalte, die vorkommen oder vermieden werden sollen. Der Creator setzt das Briefing nach bestem Können um und hat dabei kreativen Spielraum, soweit das Briefing nichts anderes festlegt.
- Die Lieferfrist (7 oder 14 Kalendertage) wird vor der Anfrage vereinbart. Sie beginnt mit der Annahme. Muss ein Produkt verschickt werden, beginnt sie erst mit der Bestätigung des Erhalts durch den Creator; vorher ist keine Lieferung möglich.
- Versandkosten und Produkte trägt die Marke. Zugesandte Produktproben verbleiben beim Creator, sofern das Briefing nicht ausdrücklich eine Rücksendung auf Kosten der Marke vorsieht.
§ 7 Lieferung, Korrektur und Abnahme
- Der Creator liefert das Video über die Plattform. Hochgeladene Lieferungen können nicht nachträglich verändert werden.
- Korrektur: Jeder Auftrag enthält eine Korrekturschleife innerhalb des vereinbarten Briefings, mit 3 Tagen Nachbesserungszeit. Sie umfasst insbesondere Schnitt, Reihenfolge, Text-Overlays, Untertitel, Musik, eine andere Hook-Variante aus dem gedrehten Material oder das Nachdrehen einzelner Szenen. Ein neues Konzept, ein anderes Produkt, eine neue Botschaft oder zusätzliche Videos sind ein neuer Auftrag.
- Abnahme: Die Marke nimmt das Video ab oder fordert die Korrektur an. Reagiert sie innerhalb von 72 Stunden nach einer Lieferung weder mit Abnahme noch mit Korrekturwunsch, gilt das Video als abgenommen. Auf diese Folge weist die Plattform bei jeder Lieferung hin.
- Nach der Korrektur und erneuter Lieferung gilt Absatz 3 entsprechend; eine weitere Korrektur ist nicht geschuldet.
- Liefert der Creator nicht innerhalb der Lieferfrist, kann die Marke eine angemessene Nachfrist setzen und den Auftrag nach deren Ablauf absagen. Weitergehende gesetzliche Rechte der Parteien, insbesondere bei Lieferungen, die das Briefing offensichtlich verfehlen, bleiben unberührt.
§ 8 Nutzungsrechte
- Mit der Abnahme räumt der Creator der Marke die vereinbarte, nicht ausschließliche Lizenz am gelieferten Video ein: (a) Organic (12 Monate): Nutzung auf eigenen Kanälen der Marke (Website, Social-Media-Profile, Newsletter, Online-Shop), ohne bezahlte Ausspielung. (b) Organic + Paid Ads (3, 6 oder 12 Monate): zusätzlich die bezahlte Ausspielung als Werbeanzeige über die eigenen Werbekonten der Marke.
- Die Laufzeit beginnt mit der Abnahme (ausdrücklich oder nach § 7 Abs. 3). Es gibt keine automatische Verlängerung. Nach Ablauf darf das Video nicht mehr neu veröffentlicht oder als Anzeige ausgespielt werden. Organische Beiträge, die während der Laufzeit veröffentlicht wurden, dürfen online bleiben, solange sie nicht erneut beworben oder neu veröffentlicht werden.
- Nicht enthalten sind: Whitelisting über die Konten des Creators, Exklusivität, Weiterlizenzierung an Dritte, Bearbeitungen, die den Aussagegehalt verändern, sowie die Nutzung zum Training von KI-Modellen. Diese Rechte bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.
- Der Creator versichert, dass er die nötigen Rechte am Video hat, insbesondere an Musik, gezeigten Personen und Orten, und dass keine Rechte Dritter verletzt werden. Er stellt die Marke von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung dieser Zusicherung beruhen.
- Spark-Ads-Codes und über die Plattform angelegte Meta-Anzeigen dürfen nur innerhalb der Lizenzlaufzeit genutzt werden. Die Plattform legt Meta-Anzeigen ausschließlich pausiert an; die Marke startet und verwaltet sie in ihrem eigenen Werbekonto.
§ 9 Bewertungen (FairScore)
- Nach der Abnahme können sich Marke und Creator innerhalb von 14 Tagen gegenseitig bewerten. Eine Bewertung wird sichtbar, sobald beide bewertet haben oder die Frist abgelaufen ist. Abgegebene Bewertungen können nicht geändert werden.
- Bewertungen müssen sachlich und wahr sein und sich auf den konkreten Auftrag beziehen. UGCHub kann rechtswidrige oder offensichtlich unsachliche Bewertungen nach Prüfung entfernen und begründet diese Entscheidung.
- Öffentliche Durchschnittswerte und Stufen (z. B. „Erfahren“, „Top Creator“) werden automatisch aus abgeschlossenen Aufträgen, öffentlichen Bewertungen und der Pünktlichkeit berechnet. Wie die Sortierung funktioniert, erklärt die Seite Transparenz.
§ 10 Pflichten der Nutzer und unzulässige Inhalte
- Nutzer halten bei Inhalten und Werbung die geltenden Gesetze ein, insbesondere zur Kennzeichnung von Werbung, zum Wettbewerbsrecht, zum Heilmittelwerberecht und zum Jugendschutz. Für die Kennzeichnung veröffentlichter Werbung ist die veröffentlichende Seite verantwortlich.
- Unzulässig sind insbesondere rechtswidrige, diskriminierende, pornografische oder gewaltverherrlichende Inhalte, irreführende Produktaussagen, Spam sowie das Ausspähen oder Weitergeben von Daten anderer Nutzer. Rechtswidrige Inhalte können über die Support-Seite gemeldet werden.
- Nachrichten über die Plattform dienen der Abwicklung von Aufträgen.
§ 11 Haftung
- UGCHub haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung Nutzer regelmäßig vertrauen dürfen) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- UGCHub haftet nicht für Inhalte, Leistungen und Zusicherungen der Nutzer untereinander, insbesondere nicht für die Qualität der Videos oder die Erfüllung der Aufträge.
- Die Plattform wird mit üblicher Sorgfalt betrieben; eine ununterbrochene Verfügbarkeit wird nicht geschuldet.
§ 12 Laufzeit, Kündigung, Sperrung
- Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden, von Nutzern auch durch Löschen des Kontos. Laufende Aufträge werden davon nicht berührt und sind zu Ende zu führen; solange ein Auftrag läuft, kann das Konto nicht gelöscht werden.
- UGCHub kann Konten bei Verstößen gegen diese AGB nach vorheriger Abmahnung sperren, bei schwerwiegenden Verstößen auch ohne Abmahnung. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Nutzer können jederzeit eine Kopie ihrer Daten herunterladen und ihr Konto selbst löschen (Konto → Kontoeinstellungen). Daten aus abgeschlossenen Aufträgen bleiben nur gespeichert, soweit gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder berechtigte Interessen der anderen Auftragspartei, etwa der Nachweis der Lizenz, dies erfordern.
§ 13 Datenschutz
Es gilt die Datenschutzerklärung.
§ 14 Änderungen dieser AGB
UGCHub kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn ein sachlicher Grund besteht (z. B. Gesetzesänderung, neue Funktionen). Änderungen werden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Widerspricht ein Nutzer nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung hingewiesen. Bei Widerspruch kann jede Seite den Nutzungsvertrag kündigen.
§ 15 Schlussbestimmungen
- Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist der Sitz von UGCHub.
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.